Übungen

Verkehsunfall mit Fahrzeugbrand und eingeklemmten Personen im Kroislerwandtunnel, A 10 08.10.2022

Verkehsunfall mit Fahrzeugbrand und eingeklemmten Personen im Kroislerwandtunnel, A 10 08.10.2022

Um für einen Tunneleinsatz bestens gerüstet zu sein, wurde am Abend des 08.10.2022, eine großangelegte Einsatzübung im Kroislerwandtunnel auf der A 10 Tauernautobahn durchgeführt.

Um 20.30 Uhr wurden die Feuerwehren Feistritz/Drau und Töplitsch über die LAWZ zu einem Verkehrsunfall im Tunnel mit mehreren Fahrzeugen, sowie einen beginnenden Fahrzeugbrand alarmiert.

Die Feuerwehren rückten daraufhin zum Nord- und Südportal des Kroislerwandtunnels aus. Während der Anfahrt wurde durch den Einsatzleiter mit der Tunnelwarte der Asfinag Rücksprache gehalten, um ein genaueres Lagebild und Schadenausmaß zu erhalten.

Es wurde mitgeteilt, dass drei PKWs und ein LKW mit Tieflader am Unfall beteiligt sind, sowie einer von den PKWs in Brand geraten ist mit bereits starker Rauchentwicklung. Der Unfallort konnte in den Bereich zwischen GQ1 (Querschlag in die zweite Röhre) und den Tunnelportal Süd in Fahrtrichtung Villach eingegrenzt werden. Die Anzahl der verletzten Personen konnte zu diesem Zeitpunkt noch nicht bekanntgegeben werden.

Aufgrund diese Lagemeldung wurde durch den Einsatzleiter das KRFW-Tunnel Töplitsch und die Feuerwehr Feistritz/Drau an das Nord-Portal in FR Villach geschickt, sowie die restlichen Fahrzeuge der Feuerwehr Töplitsch an das Süd-Portal in FR Salzburg.

Am Einsatzort eingetroffen wurde eine Führungsunterstützung eingerichtet, um eine Lagedarstellung zu erhalten und wo sich die einzelnen Einsatzleiter aufhielten. Das KRFW-Tunnel Töplitsch und TLFA 4000 Feistritz rückten ausgerüstet mit schwerem Atemschutz zur Brandbekämpfung und Lageerkundung in die Brandröhre vor. Zeitgleich rückte das RLFA 2000 Tunnel Töplitsch bis zum Querschlag in der zweiten Tunnelröhre vor und begann über diesen ebenfalls mit der Brandbekämpfung.

Nach der Rückmeldung „Brand aus“ durch die vorgerückten Kräfte, konnte mit der Menschenrettung begonnen werden. Hierfür wurden weitere Kräfte (KRFS und RLFA 2000 Feistritz, LF Töplitsch) in die beiden Tunnelröhren geschickt, um die bereits eingesetzten Kräfte zu unterstützen. Mit hydraulischem Rettungsgerät und diversen technischen Gerätschaften, konnten die zum Teil eingeklemmten Personen rasch gerettet werden.

Mit dem Einsatzleiter des Roten Kreuzes wurde festgelegt, dass in der nicht verrauchten Röhre auf Höhe des Querschlages der Sammelplatz für die Versorgung und den Abtransport der Verunfallten eingerichtet wird, um die verletzten Personen ohne zusätzlichen Lärm versorgen zu können und damit ausreichend Platz für den Abtransport gewährleistet werden konnte. Die Verletzten wurden durch die Feuerwehr in die zweite Röhre transportiert.

Durch die Kräfte im Tunnel wurden laufen Informationen über Verletzte und Lageberichte im Tunnel an die Einsatzleiter der Feuerwehr und des Roten Kreuzes weitergegeben, welche gemeinsam mit der Führungsunterstützung ein aktuelles Lagebild hatten, um weitere Kräfte koordinieren zu können.

Nachdem alle Verletzten der Rettung übergeben und versorgt wurden, sowie alle Gefahren beseitigt waren, konnte die Übung nach ca. 1,5h beendet werden. Es erfolgte dann eine kurze Nachbesprechung in der Tunnelröhre, bei der sich alle eingesetzten Kräfte ein Bild des Ereignisses vor Ort machen konnten.

Es wurde durch alle eingesetzten Organisationen und die Asfinag ein sehr positives Feedback über den gesamten Ablauf und die sehr gut funktionierende Zusammenarbeit abgegeben.

Im Anschluss wurden wir noch zu einer Jause mit Getränk ins Rüsthaus der FF-Töplitsch eingeladen.

Eingesetzte Kräfte:

FF-Feistritz/Drau: RLFA 2000, TLFA 4000, KRFS, KLFA

FF-Töplitsch: KRFW, RLFA 2000, LF

Rotes Kreuz: zwei RTW

Notarzt Dr. Rauter

Autobahnpolizei

Asfinag

Bildquelle: FF Feistritz/Drau und Kärntner Regionalmedien

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