Am 13. Oktober 2024 fand eine groß angelegte Feuerwehrübung in Feistritz/Drau statt. Neben der Feuerwehr Feistritz/Drau nahmen auch die Feuerwehren Lansach, Ferndorf sowie die Betriebsfeuerwehr (BTF) Seppele an der Übung teil.
Als Szenario wurde ein Brand im Lagerhaus Feistritz/Drau angenommen, bei dem sich drei Personen im Gebäude befanden und als vermisst galten. Ziel der Übung war es, die Rettung der vermissten Personen sowie den umfassenden Löschangriff unter realitätsnahen Bedingungen zu trainieren.
Nach der Alarmierung über den Abschnittskanal trafen die Einsatzkräfte der beteiligten Feuerwehren am Übungsort ein. Die FF Feistritz/Drau übernahm die erste Lageerkundung. Die Rauchentwicklung im Lagerhaus deutete auf ein intensives Brandgeschehen hin. Priorität war die Rettung der vermissten Personen und die Eindämmung des Brandes, um ein Übergreifen auf benachbarte Gebäude zu verhindern.
Drei Trupps unter schwerem Atemschutz wurden in das Gebäude geschickt, um die vermissten Personen zu suchen und zu retten. Die Rettung der drei Personen konnte erfolgreich durchgeführt werden. Die gefundenen Personen wurden umgehend in Sicherheit gebracht und dem Rettungsdienst übergeben.
Während die Atemschutztrupps die Menschenrettung durchführten, wurden mehrere Löschangriffe von verschiedenen Seiten des Gebäudes aufgebaut. Auf der Nordseite wurde die Drehleiter in Stellung gebracht und durch das Tanklöschfahrzeug der Feuerwehr Ferndorf die Wasserversorgung für die DLK hergestellt und ein Atemschutztrupp für die Brandbekämpfung von oben bereitgestellt. Die Wasserversorgung wurde sowohl über nahegelegene Hydranten als auch über einen Tiefbrunnen durch die Feuerwehr Lansach und den KLF´s der Feuerwehr Feistritz/Drau und Ferndorf sichergestellt. Dies ermöglichte eine kontinuierliche und ausreichende Wasserversorgung für die Löschmaßnahmen.
Die BTF Seppele unterstützte die Einsatzleitung vor Ort, indem sie die Führungsunterstützung aufbaute. Dies umfasste die Koordination der eingesetzten Kräfte sowie die Dokumentation des Einsatzablaufs und die Bereitstellung der notwendigen Kommunikationsmittel.
Um den Betrieb der Atemschutztrupps optimal zu koordinieren, wurde der Atemschutzsammelplatz von der FF Lansach eingerichtet und betreut. Dort wurden die eingesetzten Atemschutzträger überwacht, ihre Einsatzzeiten dokumentiert und die Einsatzbereitschaft der nachfolgenden Trupps sichergestellt.
Nach erfolgreichem Abschluss der Übung fand eine Nachbesprechung statt, bei der das Vorgehen der einzelnen Feuerwehren analysiert und Verbesserungspotenziale besprochen wurden. Alle beteiligten Einheiten arbeiteten effizient zusammen, und die gesteckten Ziele – die Rettung der vermissten Personen sowie die Brandbekämpfung – wurden erfolgreich erreicht.
Die Übung hat dazu beigetragen, die Einsatzbereitschaft und die Zusammenarbeit der Wehren zu stärken und mögliche Optimierungspunkte für zukünftige Einsätze zu identifizieren.
Bei einem kulinarischen Abschluss wurde weiter die Übung besprochen und kameradschaftliche Gespräche geführt.
